rumgeloffe: Sommerzeit in Wachenheim

Vom Mandelblütenfest im Frühling bis zum letzten Fest im tiefsten Winter finden in der Pfalz immer irgendwo Weinfeste statt. Im Sommer sind es besonders viele und man hat jedes Wochenende die Wahl der Qual. Wandern? Weinfest? Wenn ja wo und vor allem: Wie kommt man hin bzw. zurück?
Was mit der Bahn zu erreichen ist, ist leider eine Touristenattraktion und ist nicht so unser Ding.
Dieses Mal hat meine Dame mich überrascht und einfach eine Pension bei Wachenheim/Mundhardter Hof ausgemacht. Bis zu diesem Zeitpunkt war mir dieser Fleck unbekannt.
Von dort ging es weiter ins Eppental wo man sehr beim Naturfreundehaus gute Dampfnudeln bekommt.
Überhaupt ist dieses Tal ganz besonders. Mit Seen und Pferde und alten Höfen.
Das Wetter spielte super mit. Es war nicht zu heiß und ab und zu ein paar Wolken sind immer angenehm, vor allem wenn man den Junior mit sich rumschleppt.
Warum meine Frau immer die Kinder trägt, ist mir bis heute ein Rätsel. Aber ich lass das mal so.

Start am Mundharter Hof
Am Naturfreundehaus Eppental
Kann ich empfehlen.
Süßer und deftiger Flammkuchen bei der Lindenklause /Hardenburg
Kaffeemielsche aka Flaggenturm
Panorama vom Flaggenturm
Kloster Limburg
Nach dem Gewaltmarsch quer durch die Botanik und quer der Höhenlinien

Es war weit, es waren einige Höhenmeter aber mit 10 kg Baby auf dem Rücken, das steckt schon in den Knochen. Die Stopps im Naturfreundehaus Eppental und die Lindenklause bei der Hardenburg entlohnen einem prächtig. Die letzten Meter des Rückwegs bis zum Kloster Limburg gingen dann wirklich quer durchs Gelände und in den Ortschaften gab es ein wenig Suchaktionen und hilfsbereite Anwohner um uns den neuen Einstieg in den Wald zu finden. Bei Sonnenuntergang auf der Limburg stehen und den Blick ins Tal, das war schon besonders schön.
Irgendwann kamen wir auch wieder bei unserer Pension an. Die Vermieterin immer noch ungläubig über unsere Strecke, bekam auch nicht mit das wir später am Abend auch noch nach Wachenheim liefen auf das Weinfest.
Das ist nicht easy und geht über Schotter, Feldweg und Brennnessel. Der Abend wurde feuchtfröhlich. Ein Freund kam hinzu und die Hauptstraße bebte vor Menschen. Der Junior spielte tapfer mit.
Für den Rückweg wurde der Shuttlebus bestochen und das reduzierte den Fußmarsch ein wenig.
Zurück an der Wohnung das Dilemma. Die Vermieterin war sich sicher wir sind in der Wohnung und ließ den Schlüssel innen stecken. Auch spaßig. Ich bekam dank Weinschorle das gar nicht mehr so genau mit.

Am nächsten Tag nach dem tollen Frühstück nochmal zur Kaffeemühle und eine Fahrt in die Südpfalz zum Wandern. Was sonst. Der ausgesuchte Ort. Oberschlettenbach feierte 700 Jahre Jubiläum. Mit Umzug, Trecker und Wein und Sonne.

Mein Tipp. Unbedingt mal in der Pampa übernachten. Es fühlt sich an wie Urlaub.

Ach ja die Route, die ich sehr empfehlen kann wie immer bei GPSIES. Das Navi zeichnete insgesamt 17 km auf. Nach Bereinigung der Route wird das dann immer etwas weniger. Also, nicht unterschätzen.

via rumgeloffe http://rumgeloffe.blogspot.com/2013/07/sommerzeit-in-wachenheim.html