Heißer Sonntag

Ein wenig durch den Wald wandern. Gasthaus tief im Forst an einem Bach. Füße im Wasser den Kopf im Schatten als Stärkung kleine pfälzische Leckereien. Der Bienenstich ist leider nicht im Bild. Am Abend Spaghetti Pomodoro mit geräucherter Makrele und Pastis am Abend. Film dazu  „Madame Mallory und der Duft von Curry“. Heiße Tage, kann ich.

Zwischen den Jahren II

Wenn einer meine Jungs ein Haudrauf ist, dann er. Als wäre er mit dem Schwert in der Hand geboren.
Vorgestern war eine fette, fiese Fliege in der Wohnung und ich sage „Jungs, kümmert euch um das Vieh.“ Kind2 greift zur Fliegenklatsche, Kind3 aber zu so einem Kinderbaseballschläger.

Hannes Ritter

Seht ihr das Licht?

Deisemer Kerwe

Großer Spaß in Deidesheim

Meine Dame und der Meister selbst

Die Deideseheimer Kerwe. Das war mal wieder ein großes Ding. Mit den Kerwebuwe durch die Nacht. Gesang und Darbietung in jedem Weingut. Immer ein Glas Rieslingschorle in der Hand und morgens um 2 am Schloss treffen zu Grumbeersupp un Quetschekuche.
Wenn man das erleben darf, als embedded Kerwebu. Es war mir/uns eine Ehre.

Auf Wiedersehen, Deidesheim

deisembike pixlr

Drei Tage feiern, wandern, feinern, radeln, feiern, feiern. Nochmal eine Radtour obendrauf in Richtung Heimat.
Auf dem Rückweg die Idee, bei den Eltern vorbei zu fahren. Ist ja nur ein kleiner Umweg.
„Ach, Du kommst genau richtig, wir müssen eine Spülmaschine einbauen“. Erst mal das T-Shirt ausgewrungen und Dusche und Getränke genossen. Der tonnenschwere Rucksack, den ich über diese Ackerpisten mit mir schleppte, gab noch ein frisches Shirt her. Einbau hat geklappt.
Abends dann zum Hockey. Die Sporthalle war auf eine besondere Art kuschelig. Blieb man während des Spiels zu lange stehen, konnte man nur schwimmend zurück ins Spiel finden.

Aber verdammt noch mal! Das war alles so richtig nach meinem Geschmack. Kann man nicht glauben, wenn man das so liest, muss man wahrscheinlich erlebt haben. Wenn man nach zwei Stunden Schlaf, um vier Uhr aus den Federn fällt um 15 km weiter einen Geißbock ab zu holen. Dein Kumpel zur Wanderung zwar Brot mitnimmt, dass aber doch noch gefroren ist und man dann um 5 zum Frühstück eine Weißweinschorle bekommt. Das dann so weiter geht bis in den frühen Morgen. Da braucht man etwas Galgenhumor.
Nächstes Jahr bin ich wieder dabei!
Danke an M. für die Herberge und an M. und P. für den Spaß und die selbstverständliche Aufnahme bei den Deisemer Kerweborsch.

Die Wanderung bei komoot

Heit owend gehts uff de Wørschtmarkt

un sogar die Wikipedia kennt sich mit Woischorle aus:

In der Pfalz wird der Schorle (üblich ist dort die maskuline Form) häufig mit einem Mischungsverhältnis, in dem der Wein deutlich dominiert, serviert; je nach Ausschankpersonal wird insbesondere in Weinstuben oder auf Weinfesten das Glas fast komplett mit Wein gefüllt und nur mit einem Spritzer Wasser verdünnt. Traditionell wird Schorle in der Pfalz in einem speziellen, 0,5 Liter fassenden Glas, dem Pfälzer Schoppenglas, manchmal auch in der Ausführung als Dubbeglas, serviert.

Zum 597. Mal findet der Wurstmarkt (Webcam gibt es bei dem Link auch)  statt. Immerhin das größte Weinfest der Welt. Der Schoppen* Wein gibt es ab 3.50 € und das ist ein fairer Preis. Kein Vergleich zum Oktoberfest aber das kann ich auch nicht wirklich ernst nehmen. Pardon.
Es gibt auch Zelte mit sehr viel Radau und das kann auch nett sein. Aber viel Spaß gibt es bei den Schubkärchle. Kleine Weinstände und jeder Winzer will sein Zeug an den Mann bekommen. Die ganzen Fahrgeschäfte nerven allerdings schon aber gehört wohl so.
Ich war da sicher schon 20 Jahre nicht mehr ist mir einfach zu viel Rummel, aber die Dame will das auch mal sehen und Kumpels sind am Start. Wir berichten sicher live 🙂

*Also Pfälzer Schoppen sind 0.5l wogegen der badische Schoppen ja nur 0.4 l hat, aber das war zu erwarten.

rumgeloffe: Sommerzeit in Wachenheim

Vom Mandelblütenfest im Frühling bis zum letzten Fest im tiefsten Winter finden in der Pfalz immer irgendwo Weinfeste statt. Im Sommer sind es besonders viele und man hat jedes Wochenende die Wahl der Qual. Wandern? Weinfest? Wenn ja wo und vor allem: Wie kommt man hin bzw. zurück?
Was mit der Bahn zu erreichen ist, ist leider eine Touristenattraktion und ist nicht so unser Ding.
Dieses Mal hat meine Dame mich überrascht und einfach eine Pension bei Wachenheim/Mundhardter Hof ausgemacht. Bis zu diesem Zeitpunkt war mir dieser Fleck unbekannt.
Von dort ging es weiter ins Eppental wo man sehr beim Naturfreundehaus gute Dampfnudeln bekommt.
Überhaupt ist dieses Tal ganz besonders. Mit Seen und Pferde und alten Höfen.
Das Wetter spielte super mit. Es war nicht zu heiß und ab und zu ein paar Wolken sind immer angenehm, vor allem wenn man den Junior mit sich rumschleppt.
Warum meine Frau immer die Kinder trägt, ist mir bis heute ein Rätsel. Aber ich lass das mal so.

Start am Mundharter Hof
Am Naturfreundehaus Eppental
Kann ich empfehlen.
Süßer und deftiger Flammkuchen bei der Lindenklause /Hardenburg
Kaffeemielsche aka Flaggenturm
Panorama vom Flaggenturm
Kloster Limburg
Nach dem Gewaltmarsch quer durch die Botanik und quer der Höhenlinien

Es war weit, es waren einige Höhenmeter aber mit 10 kg Baby auf dem Rücken, das steckt schon in den Knochen. Die Stopps im Naturfreundehaus Eppental und die Lindenklause bei der Hardenburg entlohnen einem prächtig. Die letzten Meter des Rückwegs bis zum Kloster Limburg gingen dann wirklich quer durchs Gelände und in den Ortschaften gab es ein wenig Suchaktionen und hilfsbereite Anwohner um uns den neuen Einstieg in den Wald zu finden. Bei Sonnenuntergang auf der Limburg stehen und den Blick ins Tal, das war schon besonders schön.
Irgendwann kamen wir auch wieder bei unserer Pension an. Die Vermieterin immer noch ungläubig über unsere Strecke, bekam auch nicht mit das wir später am Abend auch noch nach Wachenheim liefen auf das Weinfest.
Das ist nicht easy und geht über Schotter, Feldweg und Brennnessel. Der Abend wurde feuchtfröhlich. Ein Freund kam hinzu und die Hauptstraße bebte vor Menschen. Der Junior spielte tapfer mit.
Für den Rückweg wurde der Shuttlebus bestochen und das reduzierte den Fußmarsch ein wenig.
Zurück an der Wohnung das Dilemma. Die Vermieterin war sich sicher wir sind in der Wohnung und ließ den Schlüssel innen stecken. Auch spaßig. Ich bekam dank Weinschorle das gar nicht mehr so genau mit.

Am nächsten Tag nach dem tollen Frühstück nochmal zur Kaffeemühle und eine Fahrt in die Südpfalz zum Wandern. Was sonst. Der ausgesuchte Ort. Oberschlettenbach feierte 700 Jahre Jubiläum. Mit Umzug, Trecker und Wein und Sonne.

Mein Tipp. Unbedingt mal in der Pampa übernachten. Es fühlt sich an wie Urlaub.

Ach ja die Route, die ich sehr empfehlen kann wie immer bei GPSIES. Das Navi zeichnete insgesamt 17 km auf. Nach Bereinigung der Route wird das dann immer etwas weniger. Also, nicht unterschätzen.

via rumgeloffe http://rumgeloffe.blogspot.com/2013/07/sommerzeit-in-wachenheim.html