Schatz gefunden

Da google ich herum und finde einen Schatz, von dem ich nicht wusste, dass es den überhaupt gibt. Überhaupt. Da hat man einen tollen Tag hinter sich gebracht und man ist so völlig entspannt und bereit für ein wenig Trash TV. „Frauentausch“ kann man eine Zeit lang ja ertragen und ich bin da immer wieder erstaunt, wie es der Sender schafft erstaunlich gute Musik in drei Sekunden Häppchen zu verstecken. Geradezu empörend und so mancher Musiker würde sich im Grabe herum drehen, wenn er denn schon tot wäre.

Jedenfalls hörte ich vorhin drei Sekunden lang den legendären, gänsehautigen Bass von „Bela Lugosi’s Dead“ von Bauhaus. Aber irgendwie unplugged. Würde ich immer erkennen. Es war eine dieser Hymnen des Postpunk, als man in den 80er Jahren tief unten in den coolen, gefliesten Keller tanzte, während der Rest von  Deutschland gerade „Modern Talking“, „Scorpions“ und „ACDC“ hörte und Fussballerfrisen trug.
Aber ich schweife ab. Bei der Suche nach dieser Version, fiel mir auf, dass ich nie nach Coverversionen dieses Lieds suchte. Zu perfekt war und ist es. Aber ich bin ja ein großer Freund von Coverversionen.
Und jetzt fand ich diesen Schatz.
Der große Trent Reznor (NIN) und Peter Murphy himself geben „Bela Lugosi“ live. Besser geht es nicht. Murphys Stimme und sein zugedröhntes arrogantes Gehabe dafür ist er berühmt und macht ihn unsterblich.

Nine Inch Nails und Camping

Auf den Tag genau vor 5 Jahren waren wir in Luxembourg genauer gesagt in Esch-sur-Alzette. Meine Dame hatte mir die Konzertkarten für ein Konzert mit Nine Inch Nails geschenkt. Ich steh auf diesen abartigen Lärm und ja die Version von „Hurt“ ist auch 1 Mio mal besser als von dem Cowboy.
Als Unterkunft hatten wir einen Wohnwagen auf einem Campingplatz gemietet. Das war schon mal großer Spaß.
Die Gegend um Rockhal ist ein abenteuerliches Gelände. Hochhäuser im roten Klavierlack und dazwischen verrostete Schwerindustrie die da so sein soll, weil es der Hammerkontrast ist.
Die Leute dort. Als das Konzer los ging, gab es kein Gedränge, die Leute trudelten so durch den Eingang mit ihrer Flasche Bier. Keine Taschenkontrolle und im Vorraum zur Halle gab es Waffeln mit Erdbeeren und Sahne! Es war das entspannteste Konzert das ich je erlebte und das bei einer Band, die doch auch bizarres Publikum anlockt. Ich denke da an so manches Konzert in der Heimat wo sich die Leute fast prügeln um als erster in der Halle zu sein. Wo Absperrgitter das Gelände verunstalten und Sicherheitskräfte sich wichtig tun. Da war nichts von all dem. Kapiert habe ich das nie.

ALL WE NEED

NIN

all we need

Belval mit Trasse

avenue du rockn roll dark