Albumblatt für Axel F.

Es gibt für mich einen neuen Ort der Entspannung. Und zwar das Kinderzimmer von Kind2. Oft kommt er von der Schule nach Hause und stürzt sich sofort auf sein Keyboard. Da wird herumexperimentiert und Knöpfe gedrückt an Reglern gedreht und erst mal neue Funktionen heraus gefunden. Zu Anfang dachte ich, es ist völlig wirr was er da macht. Auch kann er ja als Grundschüler nicht wirklich viel englisch um zu verstehen was das Display da manchmal sagt. Das Vorgehen ist aber völlig anders in seinem Musikerkopf und ich kann mich da nicht wirklich rein denken. Muss ich ja auch nicht, er kann es.  Ich kann das alles immer nur technisch. Ich kenne Sinus, Rechteck und Sägezahnkurven und weiß evtl. auch wie das dann klingt. Er schaut mich dann nur an und schaut dann wieder weg, kommentarlos.
Aber irgendwann, wenn er dann von der Mundharmonika, Tenorhorn (bei Oma auch noch das „Schifferklavier“) in der Mangel hatte, kommt er wieder zum Keyboard zurück und experimentiert und übt konzentriert.

Nicht die Sachen vom Musikunterricht, sondern andere Stücke. Da wird dann das elektronisch Keyboard-Lernsystem benutzt um mal „Albumblatt für Elise“  einzuüben. Das Belohnungssystem der Elektronik funktioniert wunderbar. Wenn da „Excellent“ steht, feiert er sich.
Ihm in seiner Konzentration zuzuschauen ist beeindruckend. Er ist nur noch Augen und Hände. Wenn es schwierig wird, auch mal Zunge, um diese abgelatschte Phrase mal zu entkräften. Einfach ein junger, hübscher Kerl, barfuß und kurzbehost. Die Haare noch nass von der Dusche aus der man ihn so schwer herausbekommt, so lange es heißes Wasser gibt.

LenniamKeyboard
Manchmal bleibt Junior auch an einem Ton stehen, verweilt, denkt und spielt dann plötzlich das Theme aus „Axel F.“, welches er sich über Youtube beibrachte. Kommt wieder zurück zu Beethoven um dann nach 20 Sekunden zu „Seven Nation Army“ von den White Stripes zu Beethoven, irgendwas improvisiertes was gut klingt, Mission Impossible, Mecki Messer, Beethoven. Natürlich werden auch die Instrumente durcheinander gewürfelt. Ich glaube eine Zufallsfunktion wäre genau das Richtig für ihn. Meine private Helge Schneider Show. Gegen Ende kommt dann allerdings doch wieder der alte Beethoven durch und da kann ich dann wunderbar auf dem grünen Sofa einschlafen.

Zwei Brücken

collage
Habe ich mir letzte Woche mal ausgedacht. Ein Lauf über beide Rheinbrücken. Hinüber in ein anderes Bundesland und zurück. Geht nur am Wochenende und morgens, wenn die Autos nicht auf den Brücken herum stehen. Vorbereitungstraining für den Stadtlauf und den Firmenlauf.
Erstaunlicherweise komm ich sehr wenig mit den Straßen in Berührung und auch auf der Kurt Schumacher Brücke ist man weit von der Fahrbahn entfernt. Man ist eher ständig am Wasser und Schiffe sind immer in Blickweite.
Ja, die Brücken sind ein Labyrinth vor allem auf der Mannheimer Seite. Keiner Schilder, Treppen als Sackgassen. Man sollte da beim Anlegen der Wegen und Schilder vielleicht mal mit Profis arbeiten.

Klar laufe auch ich gerne im Grünen, aber so ein wenig „Big City Life“ hat schon was. Hier ein Schiff, da der ICE. Von den Leuten im Hafen begrüßt werden.Es gibt so viel zu sehen. Ein junger Mann, der eine Entenmama mit zehn Küken  über die dreispurige Straße zu leiten versucht. Ein Gastankschiff das beim Anlegen eindrucksvoll mit dem Seitenstrahlruder arbeitet oder einfach der Bootsmann, der einem mit freundlichem „Bonjour“ begrüßt.
Die Sonne treibt einem den Schweiß aus den Poren und das schwingende Gefühl der Stahlbetonbrücke, wenn die Fahrzeuge drüberhuschen. Als wäre der Asphalt ein vibrierende Schlange. Kann man nicht erklären, muss man erleben. Stadtleben.

Die Route befindet sich auf gpsies

rumgepaddelt

Drüben bei rumgeloffe tut sich mal wieder was. Diesmal was mit Wasser und Inseln. Leider keine Piraten.

rumgeloffe

Das besondere an der Vorderpfalz? Ich glaube das ist das Wasser. Ja doch, hier „vorne“ am Rhein hat man keine Berge mehr, aber dafür unzählig viele Seen, Weiher, Altrheinarme. Teils mit Verbindung zum Rhein, teils versandende schon fast geheimnHanno und Boote_Roxyisvolle kleine Seen, die von Jahr zu Jahr mehr zuwachsen und die Sandstrände überwuchern. Sogar mitten in Ludwigshafen hat man alte „Baggerlöcher“, aus denen über Jahrzehnte Sand und Kies gefördert wurde und jetzt zu kleinen Paradiesen werden.
Ich bin ja verliebt in alles was auf dem Wasser schwimmt und so wundere ich mich selbst, dass ich kein Boot habe. Aber M. hat Boote. Gleich drei an der Zahl und so wurde der Pfingstsamstag zum Paddelerlebnis auf dem Otterstädter Altrhein.
Diese kleinen Kajaks waren sehr wackelig und am Ende nahm ich doch ein unfreiwilliges Bad. Das gehört dazu. M. bescheinigte mir allerdings sehr viel Geschick mit den Dingern. Was man in der Kindheit…

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Isch hab Well-Lan

zwischen meiner Behausung und meinem Arbeitsplatz liegt eigentlich nur der Rhein. Wenn ich jetzt so ein Board bekäme, würde ich vielleicht gar auf ….ach vergesst das wieder.
Tolles Ding jedenfalls. Vielleicht etwas spinnert aber das ist ja ok. Ich denke nur darüber nach, denn wenn das geht, dann geht doch auch noch viel, viel mehr.

Der Artikel zum Text. Es scheint wohl kein Aprilscherz zu sein.

lagenkostbar

Mit Freunden und Familie einmal Vorderpfalz. Freunde einsammeln und ein wenig durch die Weinberge spazieren. Etwas Proviant dabei. Das Wetter wurde ständig besser und der erste Sonnenbrand ist endlich da!
Ein Zelt voller Wein und kulinarischen Kleinigkeiten alles toll organisiert bei lagenkostbar. Es war so wie ich es mir vorstellte. Wenig Geschnösel an den Probierständen. Eine Einigkeit in unserem „Team“ das die Rieslingschorle vom Forster Schnepfenpflug vielen Weinen der Probe die Show stahl erstaunte mich. Gerade nach dem Fußmarsch und dem herrlich trockenen Wetter ist eine Rieslingschorle eben kaum zu toppen.
So, Frühling. Jetzt aber geht los.

PS: Gerade habe ich den Kamin angefeuert.
lagenkostbar

Danke an Ju. für die schöne Fotocollage

Es werde Licht

lampe

Ein wenig basteln und schon kann man kleine Kunstwerke zum Leben erwecken. Alte Dinge die noch nicht aus Plastik waren. Sondern aus hartem Holz, Messing und Glas. Für ein paar Cent kann der alte Charme weiterleben.

Kind krank

StarwarsinBunt
Ist nicht mal halb so spaßig wie es klingt. Auch nicht für Obi Wanken Obi ( entschuldigt, ich liebe dieses Wortspiel) , obwohl ihm etwas Farbe im Gesicht ganz gut steht.
Noch drei Runden „Monsterfalle“ spielen, dann TV erlauben, dann Fiebersaft und messen und genau das Marmeladebrot zaubern was Junior letzte Woche schon mal aß „das wo Du von der Arbeit wieder mitgebracht hattest“.
Wäsche waschen, essen machen und der ganze Rest. Jetzt Kind2 mit Hausaufgaben.
Aber ich bin froh, dass es das gibt ‚Kind krank‘. Der Junior erscheint mir auch dankbar.

Lulas

Im Januar draußen sitzen und gegrillte Tintenfische essen geht in Lissabon ganz gut. Was allerdings nervt, wenn britische/deutsche Footbloggerinnen künstlerisch daherschweben und mein Essen auf dem…

Quelle: Lulas

Ich muss raus!

Nach 14 Tagen krank, ein gutes Wochenende. Da fällt einem die Decke auf den Kopp. Irgendwann muss man raus, um wieder gesund zu werden.
Mit Freunden anwandern. Den Riesling dort trinken, wo er am besten schmeckt. Draußen.

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So geht Graffiti

Ich wüsste da jede Menge Gebäude, die dadurch nur an Glanz gewinnen könnten.
Update: Ein Portugiese macht das. Ich verstehe.
( Quelle: Kein Geringerer als Cori Doctorow(!) selbst)